Die strukturierte Befundung ist eines der derzeit unter Radiologen am heißesten diskutierten Themen. Agfa HealthCare bietet mit Smart Radiology eine Lösung, die nahtlos in ORBIS RIS integriert ist. „Damit gewährleisten wir einen reibungslosen Workflow, ohne dass der Radiologe sein gewohntes Arbeitsumfeld verlassen muss“, so Marcus Muth, Produktmanager für ORBIS RIS beim Bonner IT-Dienstleister.

Bisher wird ein medizinischer Befund fast ausschließlich im Freitext verfasst, was einige Probleme mit sich bringt. „Studien etwa zeigen, dass das häufig zu inkompletten Befunden führt, dass wichtige Kriterien, die zum Beispiel für den überweisenden Arzt ganz entscheidend für die Weiterbehandlung sind, gar nicht erwähnt werden, und dass man von unterschiedlichen Radiologen ganz unterschiedliche Befunde bekommt. Damit ist die Vergleichbarkeit von Befunden im Freitext extrem niedrig“, erläutert Prof. Dr. Wieland Sommer, Professor für Radiologie sowie Gründer und Geschäftsführer von SMART Reporting. Mit der strukturierten Befundung steigt die Qualität der Befunde, sie sind vollständiger, von Überweisern leichter zu lesen und unabhängiger vom einzelnen Radiologen. Darüber hinaus nehmen die telefonischen Befundrückfragen deutlich ab und die Befundung wird nach der anfänglichen Umstellung des Systems auch schneller.

Nahtlose Integration in das RIS

Smart Radiology verwendet Befundvorlagen, die im klinischen Alltag von Experten getestet wurden. „Die strukturierten Befundvorlagen und passgenaue Hintergrundinformationen werden direkt aus ORBIS RIS aufgerufen, fertige Befundtexte ebenso einfach wieder rückübermittelt“, beschreibt Muth den Ablauf. Der Radiologe bekommt in der Patientenliste im RIS die Möglichkeit angezeigt, Patienten direkt strukturiert zu befunden. Dann wird die Software aufgerufen, die automatisch die richtige Befundvorlage anzeigt. Danach erfolgt die Befundung. Infoboxen geben Zusatzinformationen wie etwa detaillierte Erläuterungen zur Klassifikation von Tumoren. Der fertige Befund wird dann im Patientenkontext in das RIS exportiert. Wichtig dafür ist eine wirklich nahtlose Integration, ansonsten nehmen die Anwender sie als separate Lösung wahr.

Der intuitive Editor von Smart Radiology ermöglicht es Anwendern, ganz einfach eigene Befundvorlagen zu erstellen. Ein weiterer Vorteil: Da Smart Radiology eine Cloud-basierte Lösung ist, stehen sämtliche Vorlagen, die in der Lösung vorhanden sind, allen Nutzern zur Verfügung.