Universitätsklinikum Erlangen setzt auf Brust-CT

Universitätsklinikum Erlangen setzt auf Brust-CT

Brustkrebs gilt mit jährlich rund 69.000 Neuerkrankungen in Deutschland als die mit Abstand häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Eine optimale Bildgebung bei der Diagnostik dieser Karzinome kann eine möglichst frühzeitige und zielgerichtete Therapie sinnvoll unterstützen. Als eine der ersten Institutionen weltweit verwendet das Radiologische Institut des Universitätsklinikums Erlangen nun einen Spiral-Brust-Computertomografen (CT) für die Mammadiagnostik. Ein technologischer Meilenstein, mit dem das Universitäts-Brustzentrum Franken des Uni-Klinikums Erlangen seine erstklassige interdisziplinäre Versorgung von Brustkrebspatientinnen weiter verbessert.

Exzellente Bildqualität für komplexe Anforderungen
Das neue Verfahren zur Bildgebung der weiblichen Brust ermöglicht eine hochauflösende, dreidimensionale Bildgebung bei einer vergleichbar niedrigen Strahlendosis, die auch bei der herkömmlichen Mammografie angewendet wird. Die Akquisition der überlagerungsfreien, voll isotropen 3D-Schichtbilder erfolgt dabei mittels Spiral-CT-Technologie in Kombination mit einem weltweit einzigartigen Single-Photon-Counting-Detektor.

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Das Brust-CT ermöglicht eine überlagerungsfreie, voll isotrope 3D-Schichtbildgebung und angenehme Untersuchungssituation für Patientinnen

Die Spezialisten des Uni-Klinikums Erlangen stützen sich auf die exzellente Bildqualität des neuen Brust-CTs, um einen bereits bestehenden Anfangsverdachts auf Brustkrebs zu klären und operative Eingriffe vorzubereiten. Anhand der hochauflösenden Bildaufnahmen ist es möglich, auch die Volumetrie von Veränderungen zu bestimmen. Prof. Dr. Rüdiger Schulz-Wendtland, Oberarzt des Radiologischen Instituts des Uni-Klinikums Erlangen: „Dieses Gerät bietet die Möglichkeit, Mikrokalk nicht nur sichtbar zu machen, sondern in dreidimensionaler Form das Volumen des Mikrokalkes zu bestimmen.“ Dadurch werde nicht nur eine präzise Diagnostik als wichtige Grundlage für die weiteren Behandlungsschritte unterstützt, auch das operative Vorgehen könne so noch weiter optimiert werden.

Auch die ersten Erfahrungen des Uni-Klinikums mit dem Brust-CT zur Darstellung von Weichteilkomponenten im Rahmen einer funktionellen Bildgebung überzeugen. Die kontrastmittelverstärkten Aufnahmen erleichtern die Unterscheidung benigner und maligner Veränderungen und eine nuancierte Darstellung multizentrischer Tumore, wie Prof. Dr. Evelyn Wenkel, Oberärztin in der Erlanger Radiologie, auf der offiziellen Einweihungsfeier des Brust-CTs Anfang März bereits eindrucksvoll demonstrierte.

Schonende Untersuchung für Patientinnen
Für die Patientinnen ist das neue Verfahren spürbar angenehmer, weil es keine Kompression der Mamma erfordert. Für die Untersuchung legt sich die Patientin bäuchlings auf die Patientenliege des Brust-CTs und positioniert die zu untersuchende Brust bequem in der dafür vorgesehenen Öffnung. Anschließend wird die Brust durch eine spiralförmige Abwärtsrotation des Bildgebungssystems rund um die Brust innerhalb von nur 7 – 12 Sekunden vollständig gescannt. In einer 360°-Rotation werden dabei bis zu 2.000 Projektionen erstellt. Die Spitzentechnologie für die schmerzfreie Hightech-Untersuchung kommt übrigens ebenfalls aus Erlangen: Das Spiral-Brust-CT ist eine Entwicklung des Erlanger Medizintechnikunternehmens AB-CT – Advanced Breast-CT.

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