Deutschlandpremiere in der Uniklinik Köln: Philips IQon Spectral CT offiziell vorgestellt

Im August wurde der deutschlandweit erste auf Dual Layer-Detektortechnologie basierende Computertomograph im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt

Prof. Dr. David Maintz, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Uniklinik Köln

Was zählt, sind ja bekanntlich die inneren Werte. Da macht der Philips IQon Spectral CT keine Ausnahme. „Für unsere Patienten ist der Unterschied zu einem herkömmlichen Computertomographen äußerlich nicht zu erkennen“, erklärt Prof. Dr. David Maintz.

Schon fast 1.000 Untersuchungen haben der Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie an der Uniklinik Köln und sein Team seit Anfang Juni mit der unscheinbaren, deshalb aber nicht weniger bahnbrechenden Neuanschaffung durchgeführt. Im August wurde der deutschlandweit erste auf Dual Layer-Detektortechnologie basierende Computertomograph im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Kein Entweder-oder, sondern Sowohl-als auch: Gleichzeitige Erfassung konventioneller und spektraler Bilddaten

Verschiedene Arten von Gewebe sind unterschiedlich durchlässig für Röntgenstrahlen. In CT-Aufnahmen erscheinen sie deshalb in Graustufen. Knochen absorbieren zum Beispiel fast die gesamte Strahlung und erscheinen hellgrau bis weiß, eine strahlungsdurchlässige luftgefüllte Lunge sieht hingegen dunkel aus. Konventionelle CT-Bilder geben also Auskunft über die Form und die Dichte von Gewebe, nicht aber über ihre stoffliche Zusammensetzung.

Eva Braun, Geschäftsführerin Market DACH und Leiterin Health Systems, ließ es sich nicht nehmen, bei der Deutschlandpremiere des IQon Spectral CT dabei zu sein.

Der IQon Spectral CT von Philips generiert Graustufenbilder plus spektrale Informationen und das in nur einem einzigen Scan. Dafür sorgt der NanoPanel Prism-Detektor. Er verfügt über zwei Layer, die Röntgenphotonen mit hoher und niedriger Energie unterscheiden. So lassen sich chemische Elemente wie Kalzium oder Jod in farbigen Aufnahmen erfassen und zusätzliche Aussagen über die Gewebezusammensetzung treffen. Nach dem Scan hat der Anwender automatisch Zugriff auf beide Datensätze. Das bedeutet, dass er sich vorher nicht mehr für eine bestimmte Art des Protokolls entscheiden muss; Doppeluntersuchungen mit erneuter Strahlenbelastung für den Patienten werden vermieden.

Diagnostischer Gewinn bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern

Beim Pressetermin erläutert Prof. Maintz die Vorteile des IQon Spectral CT. „So ist es uns bei onkologischen Fragestellungen beispielsweise möglich, durch die differenziertere Bildgebung Tumorgewebe von gesundem Gewebe zu unterscheiden und so schneller und sicherer zu diagnostizieren, um welche Tumorart es sich handelt.“ Außerdem seien kleinere Tumoren wesentlich leichter zu erkennen. Als weiteren sehr großen Nutzen nennt Prof. Maintz die Möglichkeit zur quantitativen Messung von jodhaltigem Kontrastmittel. „Wir können nicht mehr nur sagen, ob eine Läsion Kontrastmittel anreichert, sondern wir können ganz genau messen, wie viel Milligramm jodhaltiges Kontrastmittel in einem Volumen sind.“ Diese extra Information helfe zum Beispiel dabei zu beurteilen, ob ein Tumor auf die Chemotherapie anspricht. Aber auch Patienten mit nicht-onkologischen Krankheitsbildern wie Schlaganfall, Herz- oder Muskel-Skelett-Erkrankungen profitierten von der spektralen Bildgebung. Nicht zuletzt könne man dank der höheren Bildqualität die Strahlendosis deutlich reduzieren.

Eva Braun, Geschäftsführerin Market DACH und Leiterin Health Systems: „Wir sind stolz darauf, die Uniklinik Köln dabei unterstützen zu dürfen, international anerkannte Spitzenmedizin zu leisten. Der intensive Austausch mit den Anwendern hilft uns dabei, die Versorgungsrealität besser zu verstehen, konkrete Bedarfe zu identifizieren und letztlich Produkte mit echtem Mehrwert zu entwickeln. Umso mehr freuen wir uns deshalb, heute mitzuerleben, wie hier in Köln mit der Inbetriebnahme des deutschlandweit ersten IQon Spectral CT eine neue Ära der CT-Diagnostik beginnt.“

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