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Erste robotergestützte koronare Angioplastien durchgeführt

Erste robotergestützte koronare Angioplastien durchgeführt

 Robocath, ein Unternehmen, das Robotersysteme für kardiovaskuläre Interventionen herstellt, hat mit R-One seine ersten robotergestützten koronaren Angioplastien in Deutschland durchgeführt. Die perkutanen Koronarinterventionen (PKI) wurden von Prof. Michael Haude, einem renommierten interventionellen Kardiologen am Rheinland Klinikum Neuss, Lukaskrankenhaus, und seinem Team durchgeführt. 

Die koronare Herzerkrankung ist die tödlichste aller Herz-Kreislauferkrankungen, die in den Sterbestatistiken der westlichen Länder an oberster Spitze stehen. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland mehr als 22% aller registrierten Todesfälle durch eine KHK verursacht. Die katheterinterventionelle Erweiterung von stenosierten oder vollständig verschlossenen Koronarien ist deshalb eine wichtige und erfolgreiche Behandlungsoption, um Herzinfarkten und deren Begleiterkrankungen vorzubeugen oder diese zu therapieren. 

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Prof. Michael Haude am Untersuchungstisch

Dieser Eingriff wird heute als Alternative zu einer Bypassoperation minimalinvasiv mittels kleiner Ballonkathetersysteme und Stents durchgeführt, die über eine Arterie am Handgelenk oder der Leiste in die Herzkranzarterien vorgeschoben werden. Diese minimalinvasiven Eingriffe erfordern ein Höchstmaß an Präzision. Andererseits bedeuten sie gleichzeitig aber eine hohe physische Belastung für den operierenden Kardiologen, da diese sich durch schwere Bleischürzen vor den zur Bildgebung notwendigen Röntgenstrahlen schützen müssen. 

Um Eingriffe wie die koronare Stentimplantation zu optimieren und zu vereinfachen, hat Robocath© nun sein erstes Robotersystem R-OneTM entwickelt: ausgestattet mit intuitiven Steuerelementen, hochauflösenden Monitoren und einem vor Strahlung schützenden Bleischild schafft R-OneTM bessere Interventionsbedingungen für den Arzt und dadurch auch für den Patienten. Ein hochpräzises Arbeiten und eine gleichzeitige Verringerung von körperlicher Belastung des Arztes während des Eingriffs bedeutet auch mehr Sicherheit für den Patienten. 

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Prof. Michael Haude an der Kontrollstation von R-One

Prof. Michael Haude, Chefarzt der Med. Klinik I am Rheinland Klinikum Neuss, Lukaskrankenhaus, äußerte sich hierzu: „Ich freue mich sehr, als Erster dieses brandneue Robotikverfahren für Koronarinterventionen in Deutschland mit meinem Team anwenden zu können. Behandlungen durch Robotikinterventionen werden in Zukunft die interventionelle Kardiologie maßgeblich bereichern. R-One™ bietet dem Operateur gravierende Vorteile und wird unsere Arbeitsbedingungen erheblich verbessern, was sich wiederum positiv auf die Patientenbehandlung auswirkt. Mein Team und ich freuen uns darauf, diese robotergestützte Plattform für Koronarinterventionen in unseren klinischen Alltag zu integrieren.“ 

Philippe Bencteux, Präsident und Gründer von Robocath, fügte hinzu: „Wir freuen uns über die erfolgreichen Einsätze und möchten uns bei dem Team von Prof. Michael Haude für sein Engagement bedanken. Prof. Haude verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung als interventioneller Kardiologe, und wir werden diesen Erfahrungsschatz nutzen, um klinische Evidenz zu generieren und die Vorteile unseres Systems aufzuzeigen.“ 

Lucien Goffart, CEO von Robocath, sagte: „Diese ersten Eingriffe in Deutschland gehören zu unserer Expansionsstrategie. Wir sind sehr stolz darauf, diesen wichtigen strategischen Schritt vollzogen und unseren ersten Roboter auf diesem Schlüsselmarkt eingesetzt zu haben. Der Einsatz der Robotik gewinnt immer mehr an Bedeutung, da sie den ökonomischen und medizinischen Herausforderungen der modernen Gesundheitsversorgungssysteme in besonderer Weise Rechnung trägt.“