Flachdetektor macht Harnsteine in der Endourologie besonders gut sichtbar

Flachdetektor macht Harnsteine in der Endourologie besonders gut sichtbar

Auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Leipzig präsentiert Siemens Healthineers die Kombination aus der Urologie-Stoßwelleneinheit Modularis und der Flachdetektortechnologie des mobilen C-Bogens Cios Fusion.

Der Flachdetektor des Cios Fusion liefert eine klare Darstellung und eine um 160 Prozent größere Bilddarstellung im Vergleich zu heutigen, herkömmlichen Bildverstärkern. Damit erhält Guido Bendl, leitender Oberarzt in der urologischen Klinik des Prosper-Hospitals Recklinghausen, einen schnellen Überblick über den Harntrakt in einem einzigen Bild.

Mit seinem Bildfeld von 30 cm mal 30 cm kann er 160 Prozent mehr vom anatomischen Umfeld abdecken als übliche Bildverstärker, ohne das der C-Bogen dazu nochmals repositioniert werden muss. Damit ermöglicht er ein effizienteres Arbeiten und zugleich einen schnelleren Überblick über die ableitenden Harnwege in einem Bild. Dank Retina-Bildkette und optimiertem Dosismanagement werden die Aufnahmen mit besonders hoher Bildqualität visualisiert und das bei zugleich niedriger Strahlungsdosis. Weitere Bildquellen wie Ultraschall oder Endoskopie können mittels SmartView-Funktion an zusätzlichen Eingängen für externe Videoquellen angeschlossen werden und so Eingriffe visuell unterstützen. Die so eingespielten Bilder lassen sich über das System direkt in einer zentralen digitalen Patientenakte speichern.

Eine Lösung für Endourologie und Lithotripsie

Dank der verbesserten Bildgebung sind nun komplexe endourologische Untersuchungen präziser am Modularis durchführbar, wie etwa die Ureterorenoskopie (URS), eine Harnleiter- und Nierenbeckenspiegelung. Hierbei führt der Urologe ein Endoskop über die Harnleiter in die Niere ein, mit dem Harnsteine entfernt werden können. Dieser Eingriff wird dank des vergrößerten Bildes und der besseren Graustufendifferenzierung der Flachdetektortechnologie erleichtert. Zudem werden mit der hochaufgelösten Darstellung mit bis zu 1500 mal 1500 Pixel Harnsteine leichter erkennbar. „Die Bildqualität ist sehr gut. Im Vergleich zu unserem bisherigen Bildverstärker-C-Bogen finde ich das Flachdetektorbild deutlich besser – anatomische Strukturen, Steine oder auch Kontrastmittelaus-sparungen erkenne ich zuverlässig und kann die Situation gut beurteilen. Mit dem deutlich größeren Sichtfeld sehe ich nun etwa Dreiviertel des gesamten Harnsystems auf dem Bildschirm, zuvor war es ein viel kleinerer Bereich“, erklärt Guido Bendl, leitender Oberarzt in der urologischen Klinik des Prosper-Hospitals Recklinghausen.

Cios Fusion eignet sich insbesondere in dem kombinierten Einsatz mit der Stoßwellen-Einheit Modularis für das nicht-invasive Zertrümmern von Nieren- und Harnleitersteinen durch Stoßwellen, die sogenannte Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Diese Gerätekombination ermöglicht effiziente Steinbehandlung durch präzises Zielen und Schießen auf den Stein mithilfe eines besonders großen Fokusbereichs und eines digitalen Fadenkreuzes.

Nur eine Bedienung für alle Komponenten

Die Bedienung der gesamten Modularis-Plattform benötigt nur eine intuitive, zentrale Handbedienung. Dadurch wird ein reibungsloses Arbeiten ermöglicht und potentielle Fehlerquellen in der Bedienung des Systems werden verringert. Guido Bendl, leitender Oberarzt in der urologischen Klinik des Prosper-Hospitals Recklinghausen schätzt diesen Vorteil.

Siemens Healthineers bietet alle Elemente samt den zugehörigen Serviceleistungen aus einer Hand und schafft damit ein vollintegriertes System, das sich über nur eine einzige Handbedienung komplett steuern lässt. Dadurch wird ein reibungsloses Arbeiten ermöglicht und potentielle Fehlerquellen in der Bedienung des Systems werden verringert. Bendl schätzt diesen Vorteil: „Ein ständiger Wechsel zwischen zwei oder gar drei verschiedenen Steuerelementen wäre umständlich und fehleranfällig – das ist mit dem zentralen Bedienkonzept von Modularis gelöst.“

Viele Kliniken entwickeln die Steintherapie vor allem mit Fokus auf endourologische Interventionen weiter. Daher ist es zunehmend unrentabel, ein großes, stationäres Lithotripsie-System bereit zu stellen. Die Kombination aus modularem Lithotripsie-System und mobilem Flachdetektor-C-Bogen bietet hingegen die Flexibilität, auf tagesaktuelle klinische Anforderungen reagieren zu können, denn neben der Lithotripsie können alle einzelnen Bestandteile, von der Therapieeinheit über den Patiententisch, bis zum mobilen Flachdetektor-C-Bogen und dem Ultraschallsystem räumlich flexibel für andere Anwendungen wie beispielsweise für die Endourologie eingesetzt werden.

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