KI verbessert diagnostische Möglichkeiten bei Demenzen, Parkinson und Multiple Sklerose

KI verbessert diagnostische Möglichkeiten bei Demenzen, Parkinson und Multiple Sklerose

Das Tübinger MedTech Start-up AIRAmed entwickelt KI-basierte Software für eine verbesserte Früherkennung, zuverlässige Differentialdiagnostik und engmaschigem Therapiemonitoring bei neurodegenerativen Erkrankungen.

Der AIRAscore-Auswertungsbericht stellt bereits sehr kleine Veränderung im Gehirn dar.

  • Bei der konventionellen radiologischen Befundung handelt es sich meist um eine reine Sichtbefundung.
  • AIRAscore Softwarelösungen nutzen Methoden der künstlichen Intelligenz und ergänzen mit exakten Messwerten die Möglichkeiten des behandelnden Arztes bei Diagnosestellung und Verlaufskontrolle
  • AIRAscore Softwarelösungen vermessen MRT-Bilddaten des Kopfes genau und unterstützen dort, wo die visuelle Befundung allein noch Fragen offen lässt.
  • Die Vorteile: Früherkennung, engmaschige Verlaufskontrollen und individuelle Therapiemöglichkeiten für mehr Lebensqualität bei betroffenen Patienten

 

Präzise, schnell und objektiv – die Software des Tübinger Medtech Start-up AIRAmed unterstützt bei der frühen Erkennung sowie bei der Therapie von neurodegenerativen Erkrankungen. Dazu zählen beispielsweise die Demenzen mit ihrer Sonderform des Alzheimer, aber auch Krankheitsbilder wie Parkinson.

Weltweit sind derzeit allein rund 64,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Damit gehören Demenzen zum gesellschaftlich zweitgefürchtetsten Krankheitsbild nach Krebs. Umso wichtiger ist die Entwicklung von Lösungen, die eine frühzeitige Erkennung und Behandlung dieser und anderer neurodegenerativer Erkrankungen ermöglichen.

Die bisherige radiologische Befundung erfolgt meist ausschließlich visuell und ist stark von der Kompetenz und Erfahrung des Arztes abhängig. Künftig unterstützen hier die KI-basierten Softwarelösungen von AIRAmed. Sie ergänzen die reine Sichtbefundung des Radiologen um einen entscheidenden Faktor: die objektiven Messwerte. AIRAmed Softwarelösungen erkennen sehr kleine Veränderungen des Gehirns, die in einem frühen Stadium mit bloßem Auge oft noch nicht wahrgenommen werden können. Diese präzise Gehirnvolumetrie ist daher entscheidend für die Diagnose. „Eine eindeutige und möglichst frühe Diagnose ist die Basis für eine individuelle und effiziente weitere Behandlung“, sagt Dr. Tobias Lindig, Neuroradiologe und Geschäftsführer von AIRAmed.

AIRAmed Softwareprodukte basieren auf neuronalen Netzen, einer besonderen Form der künstlichen Intelligenz. Sie machen die exakte und schnelle Vermessung von MRT-Bilddaten des Kopfes möglich. Im Rahmen der Auswertung werden die individuellen Bilddaten mit einem großen Bestand an gespeicherten Referenzdaten abgeglichen. So lässt sich prüfen, ob einzelne Messwerte für das jeweilige Alter und Geschlecht normal sind oder von der Norm abweichen. Die Messwerte der verschiedenen Gehirnregionen werden anschließend in einem Auswertungsbericht ausgegeben, ähnlich einem Laborbefund. Dieser liefert dem befundenden Arzt wichtige Anhaltspunkte für eine zutreffende Differentialdiagnose, zusätzlich zu seiner eigenen Einschätzung. Die objektiven Messwerte unterstützen auch bei einem individuellen Therapiemonitoring und Verlaufskontrollen in kurzen Zeitabständen, so dass zeitnah die Erfolge der Medikation sichtbar werden – und diese gegebenenfalls umgehend angepasst werden kann.

„AIRAscore Software ist präzise, schnell und objektiv. Dadurch schafft sie große Mehrwerte, nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für unsere ärztlichen Kollegen aus Radiologie, Neurologie und Psychiatrie“, bestätigt der Leiter des Produktmanagements, PD Dr. Benjamin Bender. „Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit unserem Team weitergehen und noch mehr maßgeschneiderte Produkte für eine bessere Medizin der Zukunft entwickeln.“

Neueste Beiträge

Featured Videos

RadMag Newsletter