Kollaborationsnetzwerk in Österreich verbindet Kliniken

  •  Innovative Zusammenarbeit zwischen der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding und GE Healthcare verbindet neun öffentliche und private radiologische Institute in der österreichischen Gesundheitsregion Waldviertel.
  •  Das Netzwerk hilft dabei, die Produktivität der Kliniken zu verbessern, Großgeräte gemeinsam zu nutzen, unnötige Patiententransfers und Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Zudem erlaubt es Medizinern, bei Zustimmung des Patienten, den vollautomatisierten Zugriff auf Patientendaten unabhängig von ihrem Standort.

„Die großen Herausforderungen im Gesundheitswesen brauchen innovative und praxistaugliche Lösungen. Effizienz und vor allem Patientennutzen und Patientensicherheit sind zwingende Gebote für moderne Gesundheitsdienstleister“, erläutert Dr. Andreas Reifschneider, Regionalmanager Waldviertel NÖ Landeskliniken Holding (Mitte).

Nach der Umsetzung des radiologischen Kooperationsnetzwerks, das fünf Kliniken und vier private ambulante Diagnosezentren in der Gesundheitsregion Waldviertel sowie das Landesklinikum Hollabrunn im Weinviertel verbindet, sollen sich die Behandlungsprozesse erheblich verbessern. Durch dieses Netzwerk haben Mediziner krankenhaus-übergreifend Zugang auf Patientendaten, können Patienten unabhängig von ihrem Standort radiologische Leistungen anbieten, Zweitmeinungen einholen sowie nachts und am Wochenende Befunde erstellen.

Das radiologische Kooperationsnetzwerk wurde von GE Healthcare und PANSOMA GmbH gemeinsam entwickelt und basiert auf GEs Centricity™ Solutions for Enterprise Imaging. Die Kliniken sind Teil der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding, eines Konsortiums von 27 Kliniken und größtem Krankenhausbetreiber in Österreich.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen an das europäische Gesundheitssystem – wie dem Anstieg chronischer Krankheiten als Folge der alternden Bevölkerung in Europa, Budgetkürzungen und einem steigenden Fachkräftemangel in der Medizin – ist eine Lösung, die Produktivität und Prozessqualität durch die Vermeidung unnötiger Patiententransfers und Doppeluntersuchungen verbessern kann, besonders wichtig. Früher wurden Informationen durch den Datentransfer über ein geschütztes Gesundheitsdatennetz ausgetauscht. Laut der Niederösterreichischen Landeskliniken-Holding dauert allein dieser Prozess etwa zwei Stunden. Mit GEs Centricity™ Solutions for Enterprise Imaging werden Daten gestreamt und nicht transferiert, sodass den Medizinern die gesamte Patientenhistorie unmittelbar zur Verfügung steht.

„Mit dieser Lösung sind wir nun in der Lage, an jedem Standort klinische Patientenbilder unseres Traumazentrums in Horn einzusehen – unmittelbar nachdem sie gemacht wurden – und zu entscheiden, ob Patienten in ein anderes Zentrum transportiert werden müssen oder nicht”, erklärt Ingenieur Alexander Bernegger, Projektleiter PACSW4 und Medizininformatiker. „Durch die sofortige Datenverfügbarkeit und eine frühzeitige Patientenbehandlung können Operationen schneller vorbereitet werden.“

„Die großen Herausforderungen im Gesundheitswesen brauchen innovative und praxistaugliche Lösungen. Effizienz und vor allem Patientennutzen und Patientensicherheit sind zwingende Gebote für moderne Gesundheitsdienstleister“, erläutert Dr. Andreas Reifschneider, Regionalmanager Waldviertel NÖ Landeskliniken Holding, und führt weiter aus: „Nur durch die professionelle Partnerschaft zwischen Kliniken, mit ihrem breiten Anwendungswissen, und innovativen und lernenden internationalen Konzernen werden Lösungen wie das gegenständliche Kollaborationsnetzwerk möglich.“

Die IHE kompatible Lösung arbeitet neben bestehenden Systemen und ermöglicht Kliniken und ambulanten Einrichtungen miteinander zu arbeiten ohne vorhandene Systeme auszutauschen. Die neue Funktion Cross Enterprise Reporting vereint Bilder unabhängig vom Klinikum in einem Viewer und stellt Radiologen und anderen am Behandlungspfad beteiligten Personen die gesamte Patientengeschichte bereit.

Zusätzlich gibt sie Radiologen die Möglichkeit, Befunde an jedem Ort, zur jeder Zeit zu festzustellen. Dadurch können Anwender Arbeitsaufwände ausgleichen und die Befundung auch nachts und an Wochenenden sicherstellen. Eine globale Befundungsarbeitsliste eröffnet den Radiologen Zugang zu allen relevanten und zur Befundung notwendigen Fällen – unabhängig davon, wo diese aufgenommen wurden. Die Befundung ist auch per Spracherkennung möglich. Da die Lösung auf bereits bestehenden RIS-Systemen aufbaut, ist weder eine Veränderung noch ein Austausch derselben notwendig, und Befunde werden im ursprünglichen RIS-System zur Verteilung gespeichert.

„Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit der Niederösterreichische Landeskliniken-Holding an diesem innovativen Projekt, das einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, die Behandlungsqualität der Kliniken in der Gesundheitsregion Waldviertel zu verbessern“, kommentiert Jan Bürger, Sales Manager, GE Healthcare Digital, Zentral- und Osteuropa. „Lösungen wie diese haben das Potenzial, die heutigen Herausforderungen des Gesundheitssystems zu bewältigen und letztendlich den Patienten mit dem bestmöglichen Behandlungspfad zu helfen.“

„Die Partnerschaft von GE Healthcare und der PANSOMA GmbH ermöglichte es, eine hervorragende Lösung für die Aufgabenstellung unseres Kunden zu finden. Das Zusammenspiel aus dem internationalen Know-how eines führenden Konzerns und der Flexibilität eines KMUs sind eine beispielhafte Ergänzung, um die regionalen Anforderungen, die dieses Projekt mit sich bringt, abzudecken“, so DI Dr. Robert Lorenz, Entwicklungsleiter und Geschäftsführer der Pansoma GmbH.

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