KI zur Lungengewebsklassifizierung unverzichtbar

Die Künstliche Intelligenz (KI) ist gekommen, um zu bleiben. Davon ist Prof. Dr. Jörg Michael Neuerburg überzeugt. „Sich wiederholende Arbeiten in unseren Fachgebieten wie die Ermittlung und der Abgleich von Messwerten, sind eine hervorragende Domäne für den Einsatz von Algorithmen“, nennt der Chefarzt der zentralen Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Evangelischen Klinikum Niederrhein (EvKlN), ein Einsatzgebiet.

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Prof. Dr. Jörg Michael Neuerburg nutzt am Ev. Klinikum Niederrhein contextflow SEARCH Lung CT für volumetrische Bestimmungen und die Übersicht von Verteilungsmustern

Da ist es nur folgerichtig, dass die Radiologen im EvKlN in der Lungendiagnostik auf eine KI-basierte Software setzen. contextflow SEARCH Lung CT soll helfen, die Lungendiagnostik qualitativ und quantitativ zu verbessern und insbesondere z.B. die Abschätzung des Verteilungsmusters von Emphysemen unterstützen. „Diese Verteilungsmuster sind für die Pneumologen wichtig, weil sie als Grundlage dafür dienen, Ventile zur ausreichenden Belüftung der Lunge zu setzen. Daher haben wir unsere Befunde angepasst und liefern quantitative Ergebnisse, inwieweit beispielsweise nach der Ventilsetzung der Oberlappen anders belüftet wird als der Mittellappen“, erklärt Prof. Neuerburg die Vorgehensweise.

Außerdem wird contextflow SEARCH Lung CT im Rahmen des Stagings für die Rundherderkennung im Follow-up genutzt. Dazu werden die Voruntersuchungen mit den aktuellen Ergebnissen verglichen, um modulare Strukturverdichtungen zu identifizieren. Zudem erkennt das System neue Herde und misst automatisch die Volumina der bestehenden. So ermöglicht die Lösung eine verlässliche Beurteilung des Therapieverlaufs.

Künstliche Intelligenz muss eingebettet sein

Für die Akzeptanz von KI-Lösungen ist laut Prof. Neuerburg neben der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse die vollständige Integration in den gewohnten radiologischen Workflow ein absolutes Muss. „Wenn ein separates Programm geöffnet werden muss und die Bilder möglicherweise zusätzlich an einen anderen Rechner geschickt werden müssen, verzögert sich der Arbeitsablauf. Die Radiologie, wie auch alle anderen Abteilungen, wird nach Durchsatz bemessen. Wenn KI zusätzliche Arbeit bedeutet, ist die Akzeptanz gering. Dieses Problem hat contextflow in Zusammenarbeit mit unserem PACS-Anbieter VISUS sehr gut gelöst. SEARCH Lung CT ist bestens in den Workflow integriert“, sagt der Chefradiologe.

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