Remote-Scanning

Die drei Gründer von getRT haben es sich zum Ziel gesetzt, dem Fachkräftemangel in der Radiologie mit einem eigenen Konzept zu begegnen. Beate Bontke, Sebastian Blex und Anton Quinsten bieten ihre innovative Dienstleistung über eine Remote-Scanning-Plattform an. Anton Quinsten ist beratend für getRT tätig.

Die Gründer:innen von getRT sammelten ihre Erfahrung in der Radiologie des Universitätsklinikums Essen und wahrscheinlich gibt es in Deutschland niemanden, der sich mit den Abläufen radiologischer Workflows und moderner Untersuchungsverfahren besser auskennt als Beate Bontke, Sebastian Blex und Anton Quinsten. Während Beate Bontke sich als Systematische Beraterin in Sachen Personal- und Unternehmensentwicklung auskennt, können Anton Quinsten und Sebastian Blex auf viele Jahre MTRA-Erfahrung auf höchstem universitären Niveau zurückblicken.

Bontke, Quinsten und Blex haben am Universitätsklinikum Essen sogar mit einem großen Deutschen Radiologiesysteme-Hersteller eine Software für die Fernbedienung von MRTs mitentwickelt und die Markteinführung begleitet.

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„ Remote-Scanning hat uns die Möglichkeit gegeben, Verantwortungsbereiche neu aufzuteilen. Jetzt sind die Patientenmanager: innen für den Ablauf vor Ort verantwortlich und die Untersuchungsmager: innen kümmern sich um gute Bilder.“ Sebastian Blex, MTRA, Applikationsspezialist, Qualitätsmanager

Fasziniert von dem Konzept, andere am eigenen Wissen teilhaben zu lassen, gründeten die drei getRT. Beate Bontke erklärt: „Unsere Vision ist es, radiologische Abteilungen zu unterstützen und beim Strukturwandel zu begleiten.“ Denn eines steht außer Frage: Der zunehmende Personalmangel an MTRAs und Radiolog:innen ist allgegenwärtig und es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Versorgungsstrukturen aufrecht zu erhalten. Den Kunden ausschließlich ein Softwarepaket anzubieten, reicht nach Bontkes Meinung nicht aus. Sie ist sich sicher, dass derjenige sich im Markt durchsetzen wird, der in der Lage ist, die Kunden im Changemangement gut zu beraten und gemeinsam neue Workflows oder gar Abteilungsstrukturen aufzusetzen.

Engpass Personal

„Während ich früher alleine an der MRT-Konsole für die Patient:innenbetreuung und die Bilder zuständig war, kann ich mich heute auf die Bildqualität konzentrieren“, erläutert Sebastian Blex den gravierendsten Unterschied zur Vor-Remote-Scanning-Zeit, denn am Universitätsklinikum Essen ist Remote-Scanning bereits Alltag. Selbst universitäre Einrichtungen schaffen es heute nicht mehr, den Personalbedarf zu decken. Anton Quinsten bestätigt: „Wir mussten überdenken, wer am MRT künftig welche Aufgaben übernimmt, damit die Versorgung weiter auf hohem, universitären Niveau stattfinden kann.“

Heute steuert ein Untersuchungsmanager von einer Remote-Scanning-Konsole aus bis zu drei MRTs und kann sich voll und ganz auf gute Bilder konzentrieren. Am MRT kümmeren sich Patientenmanager:innen um die korrekte Lagerung der Patient:innen, legen die Spulen an und sind während des Scanvorgangs immer in der Nähe. Außerdem schauen die Patientenmanager:innen, ob alle relevanten Unterlagen vorhanden sind. Den Kontakt zu den Untersuchungsmanger:innen halten sie über die Chatfunktion der Remote-Scanning- Software. Nachdem der Scan beendet ist, übergeben die Untersuchungsmanager:innen die Verantwortung wieder ans Patientenmanagement. 

Fachwissen weitergeben 

Technisch gesehen ist Remote-Scanning kein Hexenwerk. Alles funktioniert ähnlich wie bei einem Team-Viewer. Die Untersuchungsmanager:innen loggen sich remote über eine VPN-Verbindung sicher im Netzwerk der Kunden ein. Dadurch ist auch der Datenschutz gewährleistet. Deshalb liegt für Beate Bontke der zukünftige Mehrwert der Dienstleistung von getRT im sogenannten Onboarding, bei dem es um die Optimierung von Produktivität und Qualität mithilfe von Remote-Scanning geht. Für Anton Quinsten ist es zudem wichtig, auf die Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtung hin abgestimmte Trainings zu entwickeln, um das Niveau der angebotenen Untersuchungstechniken zu verbessern: „Wir arbeiten nicht nur MTRAs ein und spezialisieren sie mit unserem Fachwissen, sondern wir bieten unseren Kunden auch an, sie von Routine Radiologie bis zu weniger häufig vorkommenden Untersuchungen zu unterstützen. Dies greift im Ausfallmanagement (Krankheit, Urlaub, nichtbesetzten Stellen) und in Bereitschafts-und Wochenenddiensten. Unser Ziel ist es, die Arbeitskraft und Kompetenz der MTRA dort in die Kliniken und Praxen zu bringen, wo sie nicht vorhanden ist oder gerade fehlt, damit Kollegen:innen vor Ort nicht überfordert werden und MRT-Untersuchungen nicht ausfallen“ ergänzt Sebastian Blex. 

Vom Remote-Scanning-Konzept ist der Applikationsspezialist und Qualitätsmanager überzeugt: „Die ist nicht nur bei den MTRAs in Essen, sondern auch bei den Patienten gestiegen.“ Während er sich heute ausschließlich um gute Bilder kümmert, haben die Fachkräfte vor Ort Zeit, sich intensiv um die Patienten zu kümmern: „Da kann man jetzt auch mal wieder ein paar persönliche Worte wechseln“. Jeder weiß, dass MRT-Patient:innen oft angespannt sind, da viele entweder eine schlimme Diagnose erwarten oder der Verlauf ihrer Krankheit kontrolliert wird.

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„ An der Remote-Scanning-Konsole kann ich mich 100-prozentig auf die Untersuchung konzentrieren und muss mich nicht auch noch um das ganze Drumherum kümmern.“ Anton Quinsten, MTRA, IT-Administrator, Agiles Projektmanagement

Changemanagementprozesse müssen sorgfältig geplant und umgesetzt werden. Anfangs ist der Aufwand groß und nicht die ganze Abteilung folgt den neuen Ideen auf Anhieb. getRT ist ein junges innovatives Unternehmen, das sich erst auf dem Markt etablieren muss. Aber es gibt wohl kaum Unternehmer, die bessere Voraussetzungenhaben als Beate Bontke, Sebastian Blex und Anton Quinsten.

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