Die 69. Jahrestagung und MTRA-Tagung der Bayerischen Röntgengesellschaft e. V. (BRG) in Kempten ging mit Erfolg zu Ende. 715 Teilnehmer nutzten das vielfältige wissenschaftliche Programm aus allen Bereichen der Radiologie.

Die 69. Jahrestagung und MTRA-Tagung der Bayerischen Röntgengesellschaft e. V. (BRG) in Kempten ging mit Erfolg zu Ende. 715 Teilnehmer nutzten das vielfältige wissenschaftliche Programm aus allen Bereichen der Radiologie, das die wissenschaftliche Gesellschaft zur Förderung der Röntgendiagnostik, der Strahlentherapie, des Strahlenschutzes und der Nuklearmedizin an drei Kongresstagen zusammengestellt hatte. Tagungsleiter Prof. Dr. med. Andrik Aschoff, Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Klinikum Kempten, betonte die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterbildung, die die medizinische und technische Entwicklung im Hinblick auf den praktischen Nutzen im radiologischen Alltag in Klinik und Praxis erfordert. Bei der umfassenden Fortbildung wurden aus einem Querschnitt vieler aktueller Themen unter anderem die Schwerpunkte Abdomen, Herz, Muskuloskelletales System, Neuroradiologie, Kinderradiologie, Intervention und Hybridbildgebung vorgestellt.

 

Die anschließenden lebhaften Diskussionen verdeutlichten die entscheidende Bedeutung bildgebender Verfahren sowohl für die Primärdiagnostik als auch für die Auswahl der Therapieverfahren und in der Begleitung des gesamten Krankheitsverlaufs. Die Vielfalt an Präsentationen zeigte außerdem, dass durch die immensen Fortschritte der letzten Jahre neue Schwerpunkte in der Patientenversorgung gesetzt werden konnten, so dass Radiologie längst mehr ist als Diagnostik mit Hilfe von Röntgen, MRT und Ultraschall. Bei der Vorstellung modernster technischer Entwicklungen in der Radiologie konnte unter anderem verdeutlicht werden, wie mit Hilfe von bildgestützten, minimal-invasiven radiologischen Verfahren verschlossene oder verengte Gefäße wieder eröffnet und aufgedehnt werden, wie eine Biopsie punktgenau durchgeführt wird und wie mit Hilfe von kleinen Kathetern Tumore und Metastasen medikamentös behandelt werden können.

 

Ein wichtiger Fokus lag auf Strahlenschutz und Dosismanagement. In diesem für die Radiologie zentralen Bereich wurden neueste technische Entwicklungen vorgestellt und diskutiert, die eine präzise Diagnosestellung bei kleinstmöglicher Strahlenmenge ermöglichen. Auch in diesem Jahr gab es wieder ein spezielles Programm für medizinisch technische Röntgenassistenten (MTRAs), welches zahlreich besucht wurde. Bei den bewährten „Fit für den Facharzt“-Kursen für erfahrenere Assistenzärzte lag der Schwerpunkt auf Tumorerkrankungen. Der Kongress wurde von einer umfassenden Industrieausstellung mit 42 beteiligten Firmen begleitet.

 

Die 70. Jahrestagung der Bayerischen Röntgengesellschaft e. V. findet mit dem Tagungspräsidenten Prof. Dr. med. Thorsten Bley vom 28. – 30. September 2017 in Würzburg statt.
Weitere Informationen gibt es unter www.brg-kongress.de.

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