Die Thieme Fachzeitschrift „kma Klinik Management aktuell“ hat Privatdozent Dr. Felix Nensa von der Universitätsmedizin Essen in der Kategorie „Senkrechtstarter“ ausgezeichnet. Er leitet die Arbeitsgruppe für künstliche Intelligenz am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie. Die Verleihung fand jetzt im Rahmen der Gala des Clubs der Gesundheitswirtschaft (cdgw) in Berlin statt.

PD Dr. Felix Nensa, © Universitätsklinikum Essen

Zum zweiten Mal zeichnet die „kma“ den „Senkrechtstarter 2018“ aus. Der Preis geht an junge engagierte Menschen, die sich durch kreative und erfolgreiche Lösungsansätze im Bereich der Gesundheitswirtschaft hervorgetan haben. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Privatdozent Dr. Felix Nensa. Der 38-Jährige studierte neben Medizin zeitweise auch Informatik. Nach seinem Studienabschluss arbeitete er vier Jahre in seinem mitbegründeten IT-Start-Up „zeec“, bevor es ihn zurück in die Medizin zog.

Seit 2011 arbeitet der Radiologe am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie am Universitätsklinikum Essen. Gemeinsam mit einem fünfköpfigen Team entwickelt er dort Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz (KI). Diese unterstützen Mediziner beispielsweise bei der Diagnostik von Tumoren oder Lungenfibrosen. Zeitgleich ist er bestrebt, skeptischen Kollegen die digitale Zukunft nahezubringen und die Angst davor zu nehmen. „KI hilft dem Arzt besser und effizienter zu sein, ersetzt ihn aber nicht“, erklärt Nensa. Dennoch müssten sich Mediziner bewusst werden, dass solche Tools ihren Arbeitsalltag künftig verändern werden. Deshalb sei es auch dringend notwendig diesen Aspekt verstärkt in der Ausbildung künftiger Ärzte zu berücksichtigen. „Die Universitätsmedizin Essen ist deutschlandweit sichtbar auf dem Weg zum Smart Hospital. Dr. Nensa ist hier einer unserer wichtigsten Wegbereiter“, betont Prof. Dr. Jochen A. Werner, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Essen.

Auch für die Jury zählt der junge Oberarzt zu den wichtigsten Vorreitern beim Einsatz von KI im deutschen Gesundheitswesen. „Es gelingt ihm, Medizin und Informatik geschickt zum Wohl der Patienten zu kombinieren und die Zukunft der Diagnostik maßgeblich zu verändern.“